„Solarthermie bedeutet für uns mehr

Unabhängigkeit und Umweltschutz.“

Generationsübergreifende Begeisterung für Sonnenenergie

Komplettsanierung mit Solarthermie: Sabine Haider und Benedikt Daller aus Weilheim in Oberbayern haben ihr neues Eigenheim gründlich umgebaut und dabei auch Solarthermie für Warmwasser nachrüsten lassen. Für Sabine Haider war das selbstverständlich – schließlich gibt es in ihrer Familie rundum gute Erfahrungen mit der Nutzung von Sonnenenergie.

Einfamilienhaus
Wohnfläche: 250 m2
Baujahr 1950
2 Erwachsene, 1 Kind
Solarthermie / Kollektoren
3 Gasokol Indach-Flachkollektoren
topSol UP-plus

Fläche: 6,63 m2
Baujahr: 2017
Trinkwassererwärmungja                               
Heizungsunterstützungnein
SpeicherGasokol Warmwasserspeicher
hydroSmalt CC 300
Größe: 300 Liter
Heizkesseltauschnein, aber Leitungen und Heizkörper getauscht
HeizkesselViessmann Litola

Leistung: 18 kW
Baujahr: 1999

RegelungSolarregelung sunTronic 31-D
  • Bildergalerie

    Praxistester in Weilheim in Oberbayern: Sabine Haider, Benedikt Daller und Tochter Theresa nutzen Solarthermie, um ihr Trinkwasser zu erwärmen.

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Weilheim in Oberbayern, März/Mai 2017. Der LKW parkt auf der Straße vor dem Haus. Ein paar Handgriffe nur, dann haben die Monteure den ersten Kollektor am Kranhaken befestigt. Fast 50 Kilogramm schwer, die Größe: zwei mal ein Meter. Zur gleichen Zeit stehen Sabine Haider und Benedikt Daller auf der Rückseite des Hauses im Garten. Mit Tochter Theresa auf dem Arm lauschen sie dem leisen Summen des Krans; den Blick erwartungsvoll in den blau-weißen Himmel gerichtet. Genau an die Stelle über dem Dach, an der jetzt der Kran sichtbar wird, dann der Haken, dann der Solarkollektor.

Praxistest Solarthermie: Indach-Montage von Kollektoren Schritt 5 – Kollektoren richtig platzieren.

„Da“, ruft die 13 Monate alte Theresa in die Stille hinein. „Da, ein Solarkollektor“, antwortet Sabine Haider mit einem Lächeln. Schon senkt sich der Kollektor auf das Dach, wird abgelegt und befestigt. Wenig später folgen Nummer zwei und drei. „Wir haben bei der Montage schon große Augen gemacht“, erzählt Sabine Haider später. „Sowas sieht man ja nicht alle Tage. Und bei all dem Baulärm der vergangenen Monate hatte das auch etwas sehr beruhigendes.“

Komplettsanierung mit Solarthermie

Im November 2016 hatten die 32-jährige Zahnärztin und der 30-jährige Geschäftsführer eines Familienbetriebs für Trachtenmode das fast 70 Jahre alte Haus in Weilheim in Oberbayern gekauft. Schon zwei Monate später, im Januar, beginnt die Kernsanierung: Wände werden abgerissen, Böden und Elektrik neu verlegt. Heizkörper, Heizungsrohre, Fenster und Türen werden getauscht, Dachboden und Außenwände, soweit das möglich ist, von innen gedämmt. Der Zeitplan ist eng: Im Mai will die junge Familie in das Haus einziehen.

Noch während der Arbeiten erfährt Sabine Haider vom Praxistest Solarthermie – und bewirbt sich. „Meine Eltern nutzen schon seit mehr als zehn Jahren Solarthermie und Photovoltaik. Irgendwann haben sie mich mit ihrer Begeisterung angesteckt“, sagt Sabine Haider. Diese Begeisterung gibt sie jetzt weiter. „Mein Mann hatte erst befürchtet, dass das alte Dach bei der Installation beschädigt werden könnte. Aber dann haben wir uns ausführlich zur Montage beraten lassen. Und ich habe ihn von den Vorteilen der Sonnenenergie überzeugt.“

Praxistest Solarthermie: Indach-Montage von Kollektoren Schritt 7 – Abdeckbleche zwischen Kollektoren anbringen.

Praxistest-Novum: Indach-Montage der Kollektoren

Der Einbau der Solarthermieanlage findet an zwei Terminen statt. Im ersten Schritt wird ein 300 Liter großer Warmwasserspeicher von Gasokol im Keller installiert. Außerdem montieren die Handwerker die drei Gasokol-Flachkollektoren per Indach-Verfahren. Ein Novum für den Praxistest. „Wir hatten uns das gewünscht, weil es einfach wesentlich besser aussieht als die Aufdach-Montage“, sagt Sabine Haider. Ein weiterer Vorteil: Die Kollektoren sind besser wärmeisoliert und weniger windanfällig als Kollektoren, die „Aufdach“ montiert werden.

Einige Wochen später schließt ein Monteur aus der Umgebung im zweiten Schritt die Solarthermie an den bestehenden Heizkessel an. Dabei wird auch die Praxistest-Messtechnik eingebaut: drei Wärmemengenzähler und ein Kaltwasserzähler von Allmess, dazu ein Gas-Smart-Meter von Itron. Damit können die Ertrags- und Verbrauchsdaten mit dem Energiesparkonto ausgewertet werden.

Kaltes Wasser beim ersten Test – Problem schnell gelöst

Praxistest-Haus in Weilheim Oberbayern

Anfang Mai schließlich zieht die junge Familie ins Haus ein. Am nächsten Morgen dreht Sabine Haider das Wasser auf und ist enttäuscht: „Wir hatten die Heizung ausgeschaltet, weil es schon so warm war. Eigentlich hätte die Solarthermieanlage das Wasser erwärmen müssen – aber als ich morgens duschen wollte, war es kalt.“

Das Problem lässt sich von einem Gasokol-Handwerker mit wenigen Handgriffen lösen. Seitdem funktioniert die Solarthermie – auch wenn die Heizanlage demnächst noch etwas umgebaut werden muss, damit das von der Sonne erwärmte Wasser im gesamten Haus genutzt werden kann. Sabine Haider jedenfalls überlegt bereits, ob die Familie in Zukunft vielleicht noch mehr Sonnenenergie nutzen könnte. „Die Anlage jetzt ist ja relativ klein. Aber sie ist auch ein guter erster Schritt, um die alternative Sonnenenergie auszuprobieren. Wenn es gut läuft, können wir in ein paar Jahren nochmal nachrüsten. Entweder mit Photovoltaik oder mit Solarthermie zur Heizungsunterstützung.“

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Auswertung Praxistest: Ergebnisse ab Herbst 2017

Die Anlage von Praxistesterin Sabine Haider kann derzeit noch nicht ausgewertet werden, weil nicht genügend Daten vorliegen. Erste Ergebnisse wird es voraussichtlich bei der nächsten Praxistest-Auswertung im Herbst geben. Hintergrund: Die Anlage wurde erst im Mai 2017 in Betrieb genommen.

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