Förderung für Solarthermie 2017

Mit Zuschüssen und besonders günstigen Förderkrediten rechnen sich Solarthermieanlagen schneller als ohne. Doch welche Förderung für Solarthermie gibt es? Und worauf ist zu achten? Hier erhalten Sie eine Übersicht über wichtige Förderprogramme von BAFA, KfW und Bundesländern. Mit unseren Tipps zur Antragstellung vermeiden Sie die häufigsten Fehler.

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Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

  • rund 50 Prozent der Kosten für Solarthermie-Kauf und -Installation über Zuschüsse decken
  • wichtigste Fördergeber: BAFA und KfW – außerdem regionale und kommunale Solarthermie-Förderung sowie von privaten Energieversorgern
  • auch Planung einer Solarthermieanlage gefördert
  • einige Förderprogramme schreiben bestimmte technische Standards vor
  • manche Förderanträge vor Beginn der Maßnahme zu stellen
  • nicht alle Förderungen kombinierbar

Die Förderung von Solarthermie ist vielfältig. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) und die Förderbank KfW vergeben bundesweit Fördermittel. Außerdem gibt es regionale Förderprogramme in den Bundesländern und kommunale Förderprogramme in vielen Städten und Gemeinden. Sogar private Energieversorger fördern die Installation von Solarthermie. Grundsätzlich existieren zwei Förderungen:

  • als Zuschuss, der nicht zurückzuzahlen ist und
  • als Kredit, der zwar zurückzuzahlen ist, aber mit besonders niedrigen Zinsen.

Wer verschiedene Förderprogramme nutzt und in der richtigen Region wohnt, kann 50 Prozent der Kosten für Kauf und Installation einer Solarthermieanlage über einen Zuschuss abdecken.

Übersicht: Welche Fördermöglichkeiten für Solarthermie gibt es?

Was wird gefördert? Wer fördert Solarthermie?
PlanungBAFA
Verbraucherzentrale Energieberatung
Installation von Solarthermie für Warmwasser
und/oder Heizungsunterstützung
BAFA
KfW
Länder
Kommunen
private Energieversorger
Erweiterung einer SolarthermieanlageBAFA
Optimierung einer SolarthermieanlageBAFA

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Beispielrechnung: Nachrüstung von Solarthermie für Warmwasser

  • durchschnittliches Einfamilienhaus, 110 m2 Wohnfläche, 4 Bewohner
  • Nachrüstung Solarthermie für Warmwasser, Vakuumröhrenkollektoren, 4 m2, inklusive Speicher und Montage
Kosten in Euro Förderung in Euro
Gesamtpreis inklusive Installation4.870
Zuschuss BAFA Basis 500
Zuschuss BAFA Anreizprogramm 700
Gesamtförderung 1.200
Kosten abzüglich Förderung3.670
Amortisation ca. 17 Jahre

Beispielrechnung: Nachrüstung von Solarthermie für Heizung und Warmwasser

  • durchschnittliches Einfamilienhaus, 110 m2 Wohnfläche, 4 Bewohner
  • Nachrüstung Solarthermie für Heizung und Warmwasser, Flachkollektoren, 12 m2, inklusive Speicher und Montage
Kosten in EuroFörderung in Euro
Gesamtpreis inklusive Installation10.200
Zuschuss BAFA Basis 2.000
Zuschuss BAFA Anreizprogramm 1.000
Gesamtförderung 3.000
Kosten abzüglich Förderung 7.200
Amortisation15 Jahre

Förderprogramme für die Planung von Solarthermie

An eine Förderung für Solarthermie sollten Hauseigentümer nicht erst denken, wenn die Anlage installiert ist. Denn schon für die Planung einer Solarthermieanlage können Fördermittel genutzt werden. So fördert das Bundeswirtschaftsministerium eine Beratung durch die Verbraucherzentrale Energieberatung; Hauseigentümer tragen dabei nur einen Eigenanteil von 40 Euro. Geklärt werden kann hier beispielsweise, ob das eigene Haus überhaupt für Solarthermie geeignet ist und welche Fördermittel in Frage kommen.

Eine andere Möglichkeit zur Förderung ist die sogenannte Vor-Ort-Beratung durch einen Energieberater. Dabei wird geprüft, ob der Einbau von Solarthermie mit anderen energetischen Maßnahmen kombiniert werden sollte. Oder ob es im Einzelfall sinnvollere Alternativen als Solarthermie gibt, um die eigenen Energiekosten zu senken. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gewährt für diese Beratung einen Zuschuss von 60 Prozent der förderfähigen Kosten:

  • bei Ein- und Zweifamilienhäusern maximal 800 Euro und
  • bei Wohnhäusern mit mindestens drei Wohneinheiten maximal 1.100 Euro.

Unser Tipp: Bei einem Vor-Ort-Termin kann der Energieberater nicht nur alle Fragen rund um die Solarthermieanlage klären, sondern auch beim Stellen von Förderanträgen helfen. So behalten Sie einen Überblick im Förderdschungel aus Krediten und Zuschüssen von BAFA, KfW, Ländern, Kommunen und privaten Versorgern. Denn: Die Antragsfristen für die Förderungen sind verschieden und nicht alle Fördermittel können miteinander kombiniert werden.

Eine erste Übersicht bieten Ihnen die Fördergeldbroschüre von co2online und der FördermittelCheck. Einen direkten Zugriff auf die einzelnen Programme finden Sie hier:

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BAFA Förderung für Solarthermie 2017

Praxistest Solarthermie: Indach-Montage von Kollektoren Schritt 5 – Kollektoren richtig platzieren.

Besonders attraktiv für Hauseigentümer ist die BAFA-Förderung von Solarthermie. Dort gibt es eine von der Anlagenart und der Kollektorfläche abhängige Basisförderung. Dazu können Hausbesitzer eine Zusatzförderung von 500 Euro erhalten – den sogenannten Kombinationsbonus. Und schließlich: Auf die Basisförderung und den Kombinationsbonus gibt es durch das „Anreizprogramm Energieeffizienz“ (APEE) einen weiteren Zusatzbonus von 20 Prozent sowie einen Investitionszuschuss von 600 Euro. Für eine solche besonders effiziente Solarthermieanlage ist also ein BAFA-Zuschuss von 3.000 Euro möglich. Der BAFA-Antrag auf Förderung einer Solarkollektoranlage besteht aus einem vierseitigen Antragformular, einer zweiseitigen Fachunternehmererklärung und einer Rechnung als Kostennachweis.

Art der
Solarthermie-Installation
Brutto-kollektorfläche*BAFA Solarthermie Basisförderung 2017BAFA Zusatzförderung (Kombinations-bonus) 2017BAFA Anreizprogramm Energieeffizienz
für Warmwasser 3 bis 10 m²

11 bis 40 m²
500 €

50 €/m²
500 € bei Kesseltausch, Errichtung einer Biomasse- oder Wärmepumpen-anlage oder Einbindung ins Wärmenetzzusätzlich 20 % der Basisförderung und des Kombinations-bonus sowie Investitions-zuschuss von 600 €
für Heizung und Warmwasser
bis 14 m²

15 m² bis 40 m²
2.000 €

140 €/m²
Erweiterung bestehende Anlage4 bis 40 m²50 €/m²

* Die Bruttokollektorfläche ist die Fläche der gesamten Kollektorkomponenten inklusive Halterung, Rahmen und ähnlichem. Wie viel Kollektorfläche Sie in etwa benötigen, können Sie mit unseren Faustformeln berechnen.

Mindestanforderungen für eine BAFA Solarthermie Förderung

Grundsätzlich:

  • Die Förderung bezieht sich auf den Gebäudebestand und nicht auf Neubauten. Zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme der neuen Anlage muss das alte Heizungssystem bereits seit mindestens zwei Jahren installiert gewesen sein.
  • Das BAFA fördert nur Solaranlagen, die bestimmte technische Standards erfüllen. Hier finden Sie eine Liste aller aktuell förderfähigen Kollektoren und Solaranlagen (PDF).

Basisförderung Warmwasser: Kollektorfläche mindestens 3 m² und mindestens 200 Liter Wärmespeicher

Basisförderung Warmwasser und Heizung:

  • Flachkollektoren: mindestens 9 m2 und mindestens 40 Liter Wärmespeicher je m2 Bruttokollektorfläche
  • Vakuumröhren- und Vakuumflachkollektoren: mindestens 7 m2 und mindestens 50 Liter Wärmespeicher je m2 Bruttokollektorfläche

Zusatzförderung für besonders effiziente Anlagen: Beim Heizkesseltausch muss von einem Heizkessel ohne Brennwerttechnik zu einem Öl- oder Gasbrennwertkessel gewechselt werden. Außerdem wird ein Nachweis über einen hydraulischen Abgleich benötigt.

Schritt für Schritt zur Solarthermie

Unser Leitfaden zeigt Ihnen, worauf Sie bei Planung und Installation von Solarthermie achten sollten.

Zum Online-Leitfaden

Das Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE)

Mit dem Anreizprogramm Energieeffizienz (APEE) fördert das BAFA den Umstieg zu modernen Heizungen auf Basis erneuerbarer Energien. Dabei wird im Zusammenhang mit der oben beschriebenen Basisförderung ein Zusatzbonus gewährt. Hausbesitzer erhalten für eine solarthermische Modernisierung einer besonders ineffizienten Altanlage einen Zuschlag von 20 Prozent auf ihre Basisförderung. Darüber hinaus gibt es für die Verbesserung der Energieeffizienz am Heizungssystem einen einmaligen Investitionszuschuss von 600 Euro. Voraussetzung ist, dass das gesamte Heizungssystem optimiert wird. Das bedeutet unter anderem:

  • Ein hydraulischer Abgleich wird gemacht.
  • Die Heizkurve wird optimiert.
  • Die Vorlauftemperatur und die Pumpenleistung werden angepasst.

Die Zusatzförderung nach dem APEE kann nicht mit dem Optimierungsbonus nach dem Marktanzreizprogramm kombiniert werden.

Weitere BAFA-Zuschüsse: effiziente Gebäude, Heizungsoptimierung und Optimierung von Solarthermie

Effiziente Gebäude: Wer ein besonders effizient gedämmtes Gebäude nach dem Standard eines KfW-Effizienzhauses 55 besitzt, kann den Gebäudeeffizienzbonus beantragen. Dabei zahlt das BAFA einen zusätzlichen Zuschuss von 50 Prozent der Basis- oder Innovationsförderung.

Heizungsoptimierung: Wird eine Heizanlage optimiert und gleichzeitig eine Solarthermieanlage errichtet, kann dafür ein Investitionszuschuss von zehn Prozent der Investitionskosten und 50 Prozent der Basisförderung beantragt werden.

Optimierung von Solarthermie: Auch wer eine bereits vorhandene Solarthermieanlage optimieren will, kann vom BAFA einen Investitionszuschuss in Höhe von 200 Euro erhalten. Liegen die Kosten der Optimierung unter 100 Euro zahlt das BAFA den Förderbetrag nicht aus. Voraussetzung für diesen BAFA-Solarthermie-Zuschuss ist, dass die Inbetriebnahme der geförderten Solarthermieanlage bereits über drei Jahre zurückliegt, jedoch nicht länger als sieben Jahre.

Welche Fehler werden bei einem BAFA-Antrag zur Solarthermie Förderung häufig gemacht? – Tipps von BAFA-Referatsleiter Claus Hoffmann

  • Das Wichtigste: Ein Antrag muss innerhalb von neun Monaten nach Inbetriebnahme der Anlage beim BAFA eingehen. Spätere Anträge werden ohne inhaltliche Prüfung abgelehnt.
  • Wenn einzelne Angaben oder Unterlagen fehlen, kann ein Antrag nicht abschließend bearbeitet werden. Ist die Rechnung auf den Antragsteller ausgestellt? Enthält sie detaillierte Angaben zum Kollektortyp oder zum Volumen des Pufferspeichers? Das sollte unbedingt geprüft werden. Und natürlich müssen Anträge und Fachunternehmererklärungen unterschrieben sein.
  • Manchmal achten Verbraucher nicht darauf, dass das BAFA nur Solarkollektoranlagen mit bestimmten Mindeststandards fördert. Wer sich nicht sicher ist, ob eine Anlage die Standards erfüllt, kann das ganz leicht prüfen. Mit der Liste aller aktuell förderfähigen Kollektoren und Solaranlagen (PDF).

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KfW-Förderung für Solarthermie

Plastikhaus und Geld(c) Fantasista - Fotolia.com

Auch die KfW-Bank zählt zu den großen Fördergebern in Sachen Solarthermie. Dabei bietet sie überwiegend sehr zinsgünstige Kredite für energetische Gebäudemodernisierungen an. Außerdem gibt es hier ebenfalls einige Zuschüsse. Wichtig: Im Unterschied zum BAFA müssen die Förderanträge bei der KfW vor Beginn der Sanierung gestellt werden. Die Förderungen gelten nicht für Ferienhäuser oder Ferienwohnungen. Diese Übersicht zeigt Ihnen die verschiedenen Programme der KfW-Förderung für Solarthermie:

KfW-Programm 151KfW-Programm 167KfW-Programm 430
Was wird gefördert?neue Heizung mit SolarthermieSolarthermieanlage mit bis zu bis 40 m2 Bruttokollektorflächeneue Heizung mit Solarthermie
Art der FörderungKredit bis 100.000 € der förderfähigen Kosten pro Wohneinheit Kredit bis 50.000 € der förderfähigen Kosten pro Wohneinheit Zuschuss 10 %; bis 5.000 € pro Wohneinheit
effektiver Jahreszins0,75 % 1,11 %
Besonderheiten 7,5 % Tilgungszuschuss, erhöht sich mit KfW-Effizienzhaus-Standard des Gebäudes nach der SanierungZuschuss erhöht sich mit KfW-Effizienzhaus-Standard des Gebäudes nach der Sanierung auf bis zu 30 % und 30.000 € pro Wohneinheit
Kombination mit BAFAneinjanein
weitere VoraussetzungenEnergieberater

KfW-Programm 151: Energieeffizient Sanieren – Kredit

Das Programm „Energieeffizient Sanieren – Kredit“ gewährt Hausbesitzern einen zinsgünstigen Kredit bis zu 100.000 Euro der förderfähigen Kosten, wenn sie eine neue Heizung mit Solarthermie installieren oder ihr Gebäude auf andere Weise energetisch modernisieren. Derzeit liegt der effektive Jahreszins bei 0,75 Prozent. Auch wer ein bereits saniertes Haus kauft, kann diese zinsgünstige Solarthermie-Förderung erhalten. Für den Kredit gibt es einen Tilgungszuschuss. Dieser erhöht sich, je besser der KfW-Effizienzhaus-Standard des Gebäudes nach der Sanierung ist.

Besondere Anforderungen oder Einschränkungen: Die Förderung kann nicht mit einer BAFA-Förderung kombiniert werden. Der Förderantrag muss vor dem Sanierungsbeginn beziehungsweise vor dem Kauf des Hauses eingereicht werden.

KfW-Programm 167: Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit

Wer eine Solarthermieanlage mit bis zu bis 40 m2 Bruttokollektorfläche auf seinem Wohngebäude installiert, kann über das KfW-Programm „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ einen Kredit bis zu 50.000 Euro pro Wohneinheit beantragen. Das Besondere an dem Programm: Es darf mit einer BAFA-Förderung kombiniert werden. Natürlich dürfen die kombinierten Fördermittel von KfW und BAFA die Kosten nicht übersteigen. Derzeit liegt der effektive Jahreszins des Programms bei 1,11 Prozent. Die Laufzeit kann bis zu zehn Jahre betragen; die ersten beiden Jahre sind tilgungsfrei.

Besondere Anforderungen oder Einschränkungen: Die KfW-Förderung muss vor der Installation der Solaranlage beantragt werden.

KfW-Programm 430: Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss

Beim „KfW-Programm 430: Energieeffizient Sanieren – Investitionszuschuss“ erhalten Hausbesitzer einen Zuschuss für die energetische Wohnraumsanierung. Dabei kann eine Solarthermieanlage als Einzelmaßnahme im Zuge der Erneuerung der Heizungsanlage gefördert werden. Der Zuschuss beträgt 10 Prozent der förderfähigen Kosten und maximal 5.000 Euro pro Wohneinheit. Wird durch die Sanierung ein höherer KfW-Effizienzhausstandard erreicht, ist ein Zuschuss bis zu 30 Prozent der Kosten und maximal 30.000 Euro pro Wohneinheit möglich. Das Förderprogramm gilt auch für den Kauf von bereits saniertem Wohnraum.

Besondere Anforderungen oder Einschränkungen: Voraussetzung für den Zuschuss ist das Einbinden eines Energieberaters, der auf der Internetseite www.energie-effizienz-experten.de gelistet ist. Das Programm kann nicht mit einer BAFA-Förderung kombiniert werden. Zuschussbeträge unter 300 Euro werden nicht ausgezahlt.

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Regionale und lokale Förderung für Solarthermie

Dach mit Solarzellen(c) Michael Böhm/Fotolia.com

Neben der bundesweiten Förderung für Solarthermie können Verbraucher auch regionale und lokale Förderangebote nutzen. Viele Bundesländer, Städte und Gemeinden und auch private Energieversorger fördern die Installation von Solarthermie. Mit unserem FördermittelCheck finden Sie die für Sie passenden Fördermittel:

Nordrhein-WestfalenBayernBaden-Württemberg
Was wird gefördert?Solarthermieneue Heizung mit Solarthermieneue Heizung mit Solarthermie
Art der FörderungZuschuss 90 € pro m2 KollektorflächeZuschuss 500 € für Solarthermie für Warmwasser

1.000 € für Solarthermie für Warmwasser und Heizung
Kredit 5.000 bis 50.000 €, verbilligte Sollzinsen
Kombination mit BAFA und KfWjajaja
besondere Voraussetzungen
  • nur für Bestandsgebäude
  • nur für Anlagen mit Heizunterstützung
  • Kollektorfläche zwischen 9 und 20 Quadratmeter pro Wohneinheit
  • alte Heizungsanlage zwischen 25 und 30 Jahre alt
  • neue Anlage mit hocheffizienter Heizungspumpe
  • hydraulischer Abgleich
  • Wohngebäude mit bis zu 3 Wohnungen
  • Antragsteller wohnt im Haus
  • hydraulischer Abgleich

Förderung von Solarthermie in Nordrhein-Westfalen

„progres.nrw“ – so heißt das nordrhein-westfälische Förderprogramm für Solarthermie. Hausbesitzer erhalten einen Zuschuss für die Installation einer Solarthermieanlage in Höhe von maximal 90 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche. Die Förderung kann sowohl mit der BAFA-Förderung des Bundes als auch mit dem KfW-Förderprogramm 167 kombiniert werden. Auch Anlagen zur Erzeugung von Prozesswärme werden mit dem Programm gefördert. Wichtig: Der Förderantrag muss gestellt werden, bevor die Solarthermieanlage gekauft beziehungsweise installiert wird. Auch darf das Projekt erst begonnen werden, wenn der Antrag bewilligt ist. Die Anträge sind bei der Bezirksregierung Arnsberg zu stellen.

Voraussetzungen für die Förderung sind:

  • Es handelt sich um Solarthermie für ein Bestandsgebäude.
  • Anlagen auf Wohngebäuden müssen auch der Heizunterstützung dienen.
  • Eine Kollektorfläche von 9 bis 20 Quadratmetern pro Wohneinheit.
  • Der Wohnsitz oder Unternehmenssitz des Antragstellers liegt in Nordrhein-Westfalen.

Förderung von Solarthermie in Bayern

Das bayerische 10.000-Häuser-Programm „EnergieBonusBayern“ besteht aus zwei Teilen: dem Heizungstausch-Plus und dem EnergieSystemHaus. Beide können mit der BAFA-Förderung und der KfW-Förderung kombiniert werden. Sie gelten für Wohngebäude, die in Bayern liegen.

Der Programmteil „Heizungstausch-Plus“ unterstützt Hauseigentümer, die ihre alte Heizanlage gegen eine moderne Anlage tauschen und auch Solarthermie installieren wollen. Dabei zahlt der Freistaat Bayern einen Heizanlagen-Bonus von 500 Euro für eine neue Öl- oder Gas-Brennwertheizung. Installieren Hausbesitzer einen Biomassekessel, eine KWK-Anlage (Kraft-Wärme-Kopplung) oder eine Wärmepumpenanlage  gibt es sogar 1.000 Euro. In Kombination mit Solarthermie für Warmwasser erhöht sich die Fördersumme um 500 Euro, bei Solarthermie für Heizung und Warmwasser um 1.000 Euro. Ähnlich wie in Nordrhein-Westfalen muss der Förderantrag vor der Installation gestellt werden. Dabei ist ein vorzeitiger Maßnahmenbeginn nach der elektronischen Antragstellung möglich. Für 2017 sind 5.000 Förderfälle festgesetzt.

Voraussetzungen für die Förderung „Heizungsaustausch-Plus“ sind:

  • Die Altanlage ist zwischen 25 und 30 Jahre alt und noch funktionstüchtig.
  • Die Altanlage wird durch einen Brennwertkessel (Öl oder Gas), einen Biomassekessel oder eine KWK-Anlage (Kraft-Wärme-Kopplung) ersetzt.
  • Die neue Anlage hat eine hocheffiziente Heizungspumpe.
  • Es findet ein hydraulischer Abgleich statt.

Der Programmteil „EnergieSystemHaus“ ist aufgrund der hohen Nachfrage für 2017 bereits gestoppt. Neue Anträge können voraussichtlich ab 2018 gestellt werden. Hier gibt es je nach Kollektorfläche und Größe des Pufferspeichers einen „TechnikBonus“ von bis zu 9.000 Euro für den Pufferspeicher. Sobald der Antrag gestellt ist, kann die Maßnahme umgesetzt werden.

Voraussetzungen für die Förderung „EnergieSystemHaus“ sind unter anderem:

  • Das Gebäude muss folgende Effizienz-Standards erfüllen: Altbau: KfW-Effizienzhaus 115 / Neubau: KfW-Effizienzhaus 55.
  • Die Solarthermieanlage muss für Warmwasser und Heizung sein und eine Kollektorfläche von mindestens 10 Quadratmetern haben.
  • Der Speicher ist ein Schichtladespeicher mit einem U-Wert von höchstens 0,3 W/m²K.
  • Es findet ein hydraulischer Abgleich statt.

Förderung von Solarthermie in Baden-Württemberg

Die baden-württembergische Förderbank „L-Bank“ bietet Eigentümern ein zinsgünstiges Förderdarlehen an, wenn sie in ihrem Haus eine neue Heizanlage auf Basis erneuerbarer Energien einbauen. Dabei fördert das Programm „Wohnen mit Zukunft: Erneuerbare Energien“ auch die Installation einer Solarthermieanlage für Warmwasser und/oder Heizungsunterstützung. Die L-Bank gewährt einen Kredit zwischen 5.000 und 50.000 Euro mit verbilligten Sollzinsen; der Zinssatz wird aktuell – entsprechend dem Antragsdatum – festgelegt. Die Abwicklung des Kredits läuft über die Hausbank des Antragstellers. Das Programm kann mit dem BAFA-Förderprogramm und der KfW-Förderung kombiniert werden.

Voraussetzungen für die Förderung sind:

  • Das Wohngebäude hat bis zu drei Wohnungen; mindestens eine Wohnung wird vom Antragsteller genutzt.
  • Es findet ein hydraulischer Abgleich statt.
  • Das Gebäude liegt in Baden-Württemberg.

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Förderung von Solarthermie bei Neubauten

Auch für Neubauten gibt es verschiedene Solarthermie-Förderprogramme. Allerdings gelten dabei oft strengere Förderbedingungen als bei Bestandsgebäuden. Bei der BAFA-Innovationsförderung zum Beispiel wird Solarthermie für Heizung sowie Solarthermie für Warmwasser und Heizung mit 150 Euro je Quadratmeter Bruttokollektorfläche gefördert. Voraussetzung bei Ein- und Zweifamilienhäusern ist, dass durch die Anlage ein solarer Deckungsanteil von über 50 Prozent erreicht wird. Soll nur die Warmwasserbereitung gefördert werden, muss das Gebäude mindestens drei Wohnungen haben. Unternehmen können bei der Installation oder Erweiterung einer Solarthermieanlage für Prozesswärme bis zu 50 Prozent der Nettoinvestitionskosten erhalten.

Die KfW fördert Solarthermie im Neubau mit dem Programm 153 „Energieeffizient Bauen“. Antragsteller erhalten einen Kredit bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit, wenn sie ein KfW-Effizienzhaus 55, 40 oder 40 Plus bauen oder kaufen. Das heißt: Eine Solarthermieanlage kann über das Programm „Energieeffizient Bauen“ finanziert werden, wenn sie dazu beiträgt, einen Neubau mindestens auf den KfW-Effizienzhaus-Standard 55 zu bringen. Der effektive Jahreszins für den Kredit beträgt derzeit 1 Prozent; die Zinsbindung liegt bei 20 Jahren.

Vorteile des KfW-Förderprogramms:

  • Nach Abschluss der Sanierung wird ein Tilgungszuschuss von bis zu 15.000 Euro gewährt.
  • Die KfW-Förderung kann mit dem BAFA-Innovationsprogramm kombiniert werden.

Besondere Anforderungen oder Einschränkungen:

  • Ferienhäuser, Ferienwohnungen und Wochenendhäuser werden nicht gefördert.

Mit dem FördermittelCheck finden Sie alle für Sie passenden Fördermittel:

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